Blackout-Ratgeber

(16.11.2018)

Unter "Blackout" versteht man einen totalen, überregionalen und vor allem auch längerfristigen Stromausfall. Mit unangenehmen Folgen für uns alle und daher ist es wichtig, sich auf dieses Szenario vorzubereiten.

Ursachen können Naturereignisse, technisches oder menschliches Versagen, Sabotage, aber auch terroristische Anschläge und Cyberangriffe auf Einrichtungen der Energieversorgung sein.  

Welche Auswirkungen kann ein Blackout haben?

  • Beleuchtung: Licht, Ampeln und Signale fallen aus.
  • Mobilität: Öffentliche Verkehrsmittel, Garagen und Aufzüge fallen aus. An den Tankstellen gibt es keinen Treibstoff (elektrische Pumpen).
  • Heizen: Heizungen und Lüftungen fallen aus, Öl- und Gas-Zentralheizungen sind auf elektrische Engerie angewiesen.
  • Wasser: Die öffentliche Wasserversorgung und die Wasserentsorgung kann ausfallen.
  • Lebensmittel: Kühl- und Gefrierschränke versagen den Dienst.
  • Kochen: Herd, Mikrowelle, Wasserkocher und Kaffeemaschine fallen aus.
  • Kommunikation: Rundfunk, TV, Mobilfunk, Festnetz und Internet funktionieren nur noch eingeschränkt und im Extremfall überhaupt nicht mehr.
  • Geld: Geldautomaten funktionieren nicht mehr, Banken sind geschlossen.
  • Einkauf: Geschäfte, Apotheken und Supermärkte müssen schließen, frische Lebensmittel gehen rasch zur Neige.

Was Sie selbst tun können:

Im Falle eines längerfristigen Blackouts wird es eventuell nicht möglich sein, Lebensmittel und Getränke zu kaufen (Kassen funktionieren nicht, Transportlogistik bricht zusammen, Zahlung mit Bankomat-/Kreditkarte nicht möglich). Licht, Kühlschrank und Tiefkühltruhe, Computer, Telefon, Aufzüge, Wecker, manche Heizungen sind vom Strom abhängig und funktionieren nach einem Blackout nicht mehr.

Die wichtigste Vorbereitungsmaßnahme für ein Blackout ist die Haushaltbevorratung. Machen Sie sich selbst darüber Gedanken, welche Geräte ohne Strom bei Ihnen zuhause nicht mehr funktionieren würden.

Es geht darum, den eigenen Haushalt krisensicher zu machen und bei Versorgungsunterbrechungen mit den eigenen Vorräten über die Runden zu kommen. Nachstehend die wichstigsten Vorsorgetipps für den privaten Bereich:

  • Notbeleuchtung: Kerzen und Zündhölzer, Taschenlampen, Batterien sollten daheim einen fixen Platz ha­ben, damit man nicht im Dunklen sitzt.
  • Batterieradio: Ein batteriebetriebenes Radio samt Reservebatterien gehört in jeden Haushalt um im Not­fall auf dem Lau­fen­den zu bleiben. Noch besser sind Kurbelradios mit Dynamo­betrieb oder mit Solarzellen betrieben.
  • Wasser: Halten Sie mindestens 2-3 Liter pro Person und Tag vorrätig (kohlensäurehaltiges Mineral­­was­ser ist lange haltbar), da auch die Wasserversorgung ausfallen kann.
  • Lebensmittel: Ein bis zwei Wochen ohne Einkaufen auszukommen, wäre das Ziel. Bevorraten Sie Le­bens­­mit­tel, die Ihnen und der Familie schmecken und die Sie jeden Tag nutzen. Ein­fach von dem, was eh immer konsumiert wird, für einige Tage mehr bereit legen. Wählen Sie dabei lang haltbare, hochwertige und leicht verdauliche Lebensmittel aus. Lebens­mittel kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Regelmäßig das Ablaufdatum über­­prüfen. Lebensmittel auswählen, die auch kalt gegessen werden können. An Spe­zial­­nah­rung für Babys, kranke und ältere Menschen sowie auf Tierfutter denken.
  • Kochgelegenheit: Mit einer Fonduegarnitur oder einer Not­kochstelle, die mit einer Brenn­paste betrieben wird, können einfache Gerichte problemlos zubereitet oder Babynahrung erwärmt wer­den. Im Freien kann auch ein Griller oder Campingkocher zum Einsatz kommen. 
  • Wenn es kalt wird: Decken, ein Schlafsack und warme Bekleidung helfen auch dann, wenn keine alter­na­tive Heizmöglichkeit - wie etwa einen Holzofen - vorhanden ist.
  • Bargeld: Ohne Strom spukt auch der Bankomat nichts aus - oder die Kreditkartenzahlung läuft nicht. Eine Bargeldreserve wäre ratsam.
  • Und dann noch: Hygienevorrat, Camping-WC, Hausapotheke, Verbandsmaterial, Feuerlöscher, Notgepäck mit Dokumentenmappe


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