Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Energie & Umwelt

Photovoltaikanlage am Gemeindeamt

Als Teilnehmerin am e5-Projekt ist die Gemeinde Malta bemüht, die Gemeinde eigenen Gebäude „energiefit“ zu machen. Der Einsatz von Erneuerbarer Energie, der sorgsame Umgang mit Energie und anderen Ressourcen aber auch das Nutzen von Einsparungspotentialen stehen hier im Mittelpunkt. Letztendlich sollen durch die getätigten Maßnahmen die Umwelt geschont und Kosten gespart werden.


Viertes „e“ für die Gemeinde Malta

Die Nationalparkgemeinde Malta, Mitglied der Klima- und Energiemodellregion Lieser-Maltatal, setzte den Schritt für eine effizientere Gemeinde im Bereich Energie, Klima- und Umweltschutz mit der Teilnahme am e5-Porgramm erfolgreich um. Seit 2015 ist die Gemeinde Teil der e5-Familie. Im Bereich der Mobilität wurde in den letzten Jahren ein e-Carsharing eingeführt und der Busfahrplan erneuert. Um den Ortskern Malta zu beleben, wurde der alte Pfarrhof saniert und Platz für Jungunternehmer geschaffen. Seit dem Frühjahr 2020 befindet sich eine PV-Anlage am Dach des Gemeindeamts.

Wichtige energiepolitische Aktivitäten der letzten Jahre

 • Renovierung alter Pfarrhof

 • PV-Anlage am Dach des Gemeindeamts

 • PV-Anlage Kindergarten Fischertratten

 • Heizsystemumstellung (Biomasse) VS-Malta, Festsaal, Feuerwehrhaus und Gemeindewohnungen im Ortszentrum

• e-Auto inkl. Carsharing System

 • Radweglückenschluss Gmünd – Malta – Falleralm

 • Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen

 • Kooperation der Schulen mit dem Klimabündnis

Am 21. Oktober 2020 überreichte Klimaschutz- und Energiereferentin LR.in Sara Schaar im Rahmen von einem Gemeindebesuch der Nationalparkgemeinde Malta das 4. „e“. Frau LR.in Schaar bedankte sich für die zukunftsweisende Arbeit der E5 Gemeinde Malta.

 


Malta: Ölkesselfrei-Programm wird fortgesetzt

Ölkesselfreie Gemeinde Malta: Klimaschutz- und Energie-Landesrätin Sara Schaar überreichte die Förderzusage über 35.000 Euro für die zweite Förderperiode.

In der Oberkärntner Gemeinde Malta lief das Programm „Ölkesselfreie Gemeinden und Städte“, eine Initiative von Energie- und Klimaschutz-Landesrätin Sara Schaar, bisher sehr erfolgreich. „Durch Mittel der Landes-Umweltabteilung werden in ölkesselfreien Gemeinden wie Malta Zuschüsse für Haushalte finanziert, die ihre Öl- oder Gasheizungen gegen erneuerbare Heizungsvarianten austauschen“, erklärt Schaar. Nun läuft in Malta die zweite Förderperiode, für welche die Landesrätin eine Förderung über 35.000 an Bürgermeister Klaus Rüscher, Vizebürgermeister Norbert Enders und KEM-Manager Hermann Florian überbrachte.

„Malta ist eine von 99 Kommunen in Kärnten, die am Ölkesselfrei-Programm teilnehmen und sich somit aktiv für den Klimaschutz und die Energiewende engagieren. Kärnten nimmt eine Vorreiterrolle im Bereich der erneuerbaren Wärmeversorgung ein und das wollen wir mit Hilfe der Kommunen weiter ausbauen“, so Schaar.

Bewohnerinnen und Bewohner in Malta haben somit erneut die Möglichkeit, über die Gemeinde ein Förderansuchen zu stellen. Konkret wird die Demontage einer bestehenden Öl- oder Gasheizung samt Tank und die Heizungsumstellung auf erneuerbare Energie (z. B. Fernwärme-Anschluss, Pelletskessel, Hackgutkessel etc.) mit 1.500 Euro pro Anlage gefördert. Wurde die Heizung bereits umgestellt, wird auch der nachträgliche Ausbau von Öl- oder Gastanks (samt Entsorgung) mit 500 Euro unterstützt. Diese Unterstützung kann mit weiteren Förderungen von Bund und Land Kärnten, welche auf den Ausstieg aus Öl und Gas abzielen, kombiniert werden.

„Kärntenweit haben wir im Rahmen der Ölkesselfrei-Aktion 99 Gemeinden mit an Bord, im Bezirk Spittal sind 32 von 33 Kommunen dabei. An sie flossen bisher Fördermittel in der Höhe von über 1,5 Millionen Euro, kärntenweit waren es fast fünf Millionen Euro“, rechnet Schaar vor.

 

 

Foto: v.l.n.r. zweiter Vize-Bgm. Norbert Enders, Bgm. Klaus Rüscher, LR.in Sara Schaar und KEM Manager Hermann Florian

Fotohinweis: Büro LR.in Schaar


Klima- und Energiemodellregion (KEM)

Von Hermann Florian

 

Der Klimawandel geht unaufhaltsam weiter. Fast jeden Tag werden in den Medien darüber ernüchternde Berichte gebracht.  Selbst in unserer Umgebung erleben wir die Auswirkungen durch Wetterkapriolen und die daraus resultierenden Hangrutschungen, sowie Wind- Wasserschäden etc. Die stetig steigenden Temperaturen bringen auch einen Wechsel der produzierbaren landwirtschaftlichen Produkte mit sich. Dies könnte sich aber auch vorteilhaft auswirken. Mehr Wein, oder eventuell Bananen? aus Kärnten wäre ja nicht schlecht – oder?

 

Die wirtschaftlichen oder ökologischen Folgen des Klimawandels sind nicht wirklich abzusehen, werden aber höchstwahrscheinlich sehr negativ ausfallen. Es wird nichts übrig bleiben, als uns an die Veränderungen anzupassen.

 

In vielen Regionen und Ballungszentren hat die Bevölkerung eher eingeschränkte Möglichkeiten, aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen, auch wenn sie sich nach den allgemeinen und inzwischen gut bekannten Empfehlungen richtet – wie: Energie sparen, das Auto öfter stehen lassen und zu Fuß gehen, oder mit dem Fahrrad fahren, Solaranlagen bauen, moderne Heizungen für erneuerbare Energie installieren (weg vom Heizöl!), keine (oder so wenig wie möglich) Plastiktaschen, oder Plastikverpackungen verwenden, Müll trennen, regional produzierte Produkte kaufen (wenn es sie gibt) usw.

 

Hier bin ich bereits bei einem Punkt, der mir neben den klassischen Themen sehr am Herzen liegt:  Wir leben in einer wunderschönen Region, in der fast alle Lebensmittel sehr natürlich und ohne Chemie gesund produziert werden. Wenn ich jedoch an einem Samstagvormittag am Markt in Gmünd sehe, wie viele Menschen dort einkaufen und wie viele von uns sich im Laufe der Woche die Lebensmittel von den bekannten Supermärkten besorgen, die die Produkte von weit her transportieren, die industriell mit vielen fragwürdigen Zusatzstoffen „verfeinert“ wurden , muss ich mich doch etwas wundern und fragen, warum das eigentlich so ist.

 

Sind es die höheren Preise vom lokalen Markt? Ist es, dass man am Samstagvormittag keine Zeit zum Einkaufen hat? Ist es die Umständlichkeit, dass man nicht alles bequem am selben Ort bekommt? Muss man seine Sachen vom Markt dann noch zu weit zum Auto tragen? Es gibt sehr viele Erklärungen für unsere Gewohnheiten. Die Effekte, die wir durch unser Verhalten verursachen, sind ja nicht unmittelbar erkennbar. Also? Is eh wurscht – Oder ? Nojo- es is nit wirklich wurscht. Unsere Kinder werden vieles ausbaden müssen, was wir heute nicht richtig machen. Is das auch wurscht ? – Ich denke nicht.

 

Nun ist es ja realistisch nicht möglich, dass wir uns von heute auf morgen komplett ändern.  Aber kleine Schritte wären machbar, wenn man sich öfters die Konsequenzen unseres Plastik-, Chemie- und Konsumwahns vor Augen führt. Sich zu sagen, dass erst die Anderen oder die Politik was machen sollen, ist auch nicht zufriedenstellend.

In diesem Sinne hätte ich folgende konkrete Vorschläge:

  • Öfter als bis jetzt zum lokalen Markt schauen. Es ist toll, was es da gibt.
  • Vielleicht überlegt sich der/die eine, oder andere ProduzentIn da auch noch mehr Produkte anzubieten.
  • Verstärkter Kauf/Verkauf von Ab-Hof Produkten.
  • Sich für „Food-sharing“ Konzepte einsetzen. Das Internet kann hier sehr gute Dienste leisten und per App ProduzentInnen und KonsumentInnen flexibel zusammenführen. Ich bin gerne bereit mitzuhelfen, bestehende Konzepte aus anderen Bereichen Österreichs für unsere Region zu adaptieren. Es braucht halt ein paar Motivierte.
  • Bei jeder Autofahrt überlegen: „Muss ich da jetzt wirklich hin? Kann ich das mit etwas anderem verbinden? “
  • Für Internetinteressierte: es gibt Mitfahrbörsen, bei denen sich FahrerInnen und potentielle MitfahrerInnen eintragen. Per Handy-App werden die beiden Parteien zusammengeführt. Eine mögliche Plattform ist www.flinc.org  . Diese Plattform wird bereits von Klima- und Energiemodellregionen in anderen Teilen Österreichs genutzt.

 

Ein Anfang damit ist sicherlich schwer – Ich denke aber, dass diese Form der Mobilität einen Versuch wert ist. Auch hier bin ich gerne bereit mitzuhelfen und Erfahrungen aus Regionen, in denen dies schon funktioniert, einzubringen.

 

Bei Gelegenheit etwas Umdenken und kleine Schritte in die „richtige“ Richtung machen wird uns und unserer Nachwelt gut tun.

 

Selbst wenn die Gelder überall knapper werden, ist unser Staat dazu verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Dies geschieht auch im Zuge des Programmes der Klima- und Energiemodellregionen. Hier werden Förderungen und Hilfestellungen angeboten. Für Fragen und Anregungen rund um das Thema Energiesparen stehe ich gerne flexibel zur Verfügung.

 

In diesem Sinne wünsche ich ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit in unserer tollen Region.

 

Ing. Hermann Florian
Klima- und Energiemodellregionsmanager
Energieautarke Region Lieser- und Maltatal
Tel.: +43 699 1929 2939

hermann.florian@nockregion-ok.at

www.rm-kaernten.at

www.klimaundenergiemodellregionen.at