Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Kirche

Pfarrer:KR Harald Truskaller, Pfarrverbandspfarrer

Telefon Pfarrhof Gmünd:

+43 (0)4732/2289

Kaplan: Francis Nelaturi, Pfarramt Malta 74 
Telefax: +43 (0) 4732 2289
E-Mail: pfarre.gmuend@aon.at
Kanzleistunde im Pfarrhof Malta: Freitags: von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr


Sonntagsgottesdienst in der katholischen Pfarrgemeinde Malta:

Jeden Sonntag um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche „Maria Hilf“

Adresse:Fischertratten 4, 9853 Gmünd in Kärnten
E-mail:dornbach@evang.at
Website:www.evang-lima.at
Pfarrer:Mag. Oliver Prieschl, Tel. 0699 188 77 266, E-mail: o.prieschl@evang.at
Kuratorin:Maria Bacher, Tel. 0677 610 85 709, E-mail: bacher.maria@aon.at

  

Die Pfarrgemeinde Dornbach umfasst die Stadt Gmünd und das Maltatal. Sie ist Teil des 2018 gegründeten „Verbandes der Evangelischen Pfarrgemeinden im Lieser- und Maltatal“.
Der Verband hat seinen Sitz in 9852 Trebesing 18, gvb.lima@evang.at

Seit 1. September 2018 werden die drei Pfarrgemeinden Dornbach, Eisentratten und Trebesing von Pfarrer Oliver Prieschl betreut.

Amtsstunden von Pfarrer Oliver Prieschl in Fischertratten: Montag, 9 bis 12 Uhr (ausgenommen bei anderen dienstlichen Verpflichtungen)

Gottesdienste: Gottesdienste feiern wir regelmäßig am Sonntag in den verschiedenen Kirchen der Verbandsgemeinden. In der Evang. Kirche in Fischertratten bzw. in der Evang. Kirche in Gmünd (Dreieinigkeitskirche) finden die Gottesdienste abwechselnd, jeweils um 10.30 Uhr, statt.



Gottesdienste in Fischertratten und Gmünd:

Evang. Kirche in Fischertratten:         1. und 3. Sonntag im Monat (10.30 Uhr)
Evang. Kirche in Gmünd:                    2. und 4. Sonntag im Monat (10.30 Uhr)

 

Die Gottesdienste in Eisentratten und Trebesing beginnen um 9.00 Uhr.
(Weitere Informationen siehe www.evang-lima.at)



Evangelisches Jugendzentrum Lieser- und Maltatal

Leiter: Bernd Stamm, B.A. Theol., Tel. 0699 188 77 258, E-mail: jugend-lima@evang.at

Neu gegründet wurde das Evangelische Jugendzentrum, das seit 1. September 2018 von dem Gemeindepädagogen Bernd Stamm geleitet wird.
Der Sitz des Jugendzentrums ist im Evang. Pfarrhaus in Trebesing.
Zuständigkeitsgebiet ist aber das gesamte Lieser- und Maltatal.



Kirchen im Maltatal

Die im Kern romanische, von einem Friedhof umgebene Pfarrkirche Maria Hilf Assumptio und ein südlich gelegener, ebenfalls auf das Hochmittelalter zurückgehender Rundkarner bilden das Zentrum der historischen Siedlung Malta. Die lange Geschichte der Kirche und des Ortes lässt sich an einer römerzeitlichen Grabinschrift sowie mittelalterlichen Wappengrabsteinen und der barocken Einrichtung hervorragend ablesen. 

An der nördlichen Chorwand befindet sich ein spätgotischer Dreikönigszug mit einer Anbetung. Die südliche Chorwand zeigt eine Thronarchitektur mit Maria in den Wehen - das Gewölbe über dem Chorraum Evangelistensymbole aus dem 15. Jh.


Das Langhausgewölbe zeigt Heiligendarstellungen vom Ende des 15. Jh. Die vollständig erhaltene barocke Einrichtung geht auf das 17. und 18. Jh. zurück. Besonders hervorzuheben ist dabei eine ikonographisch seltene Schnitzfigur einer "Maria Gravida" (15. Jh.), bei der sich das Christuskind in einer rechteckigen Vertiefung in der Brust Mariens befindet. 

Anlässlich der Außenrestaurierung der Kirche im Jahr 1987 fanden erste Freilegungsversuche an einem großen Christophorusfresko statt. Dieses 7,5 Meter hohe Fresko an der südlichen Außenseite des Altarraumes (wie auch ein weiteres Fresko aus dem 14. Jh. in der Sakristei, das die Geburt Christi darstellt) wurde 2002 zur Gänze freigelegt. Das Fresko aus der Zeit um 1300 zeigt die Darstellung des Riesen mit dem Jesuskind auf seiner Schulter. Zu Füßen des Christophorus befinden sich verschiedene Fabelwesen, von denen das gekrönte Meerweibchen mit dem doppelten Fischschwanz und die in ein Horn blasende Nixe zum üblichen Repertoire der mittelalterlichen Christophorusdarstellungen gehören. Da eines der Fabeltiere eine verblüffende Ähnlichkeit zu Micky Maus aufweist, machte dessen Abbildung eine mediale Reise um die ganze Welt.



In Interessentenkreisen längst zum Geheimtipp avanciert, ist unser Karner im Friedhof von Malta zum Besuchsziel geworden. Die Tradition solcher Bauwerke in unserem Land geht in die Zeit der Gründung der Diözese Gurk (1072) zurück. Man wollte die im Lande lebenden Slawen christianisieren und hat daher ihre Tradition der Gebeinhäuser übernommen. Um 1200 wurde unser Karner im romanischen Stil erbaut. 

Ein Karner ist in der Regel immer im Süden der Kirche gelegen, um im Schutz vor bösen Geistern aus dem Norden zu stehen. Er befindet sich weiters auch möglichst nahe am Altar der Kirche, um Gottes Gnade, die sich von dort wie in konzentrischen Kreisen ausbreitet, möglichst stark für die Verstorbenen empfangen zu können.

Das untere Geschoss dient als Ruhestätte für die Gebeine jener Menschen, deren Grabstätte aufgelöst wurde.

Im oberen Stockwerk, das über einige empor führende Stufen erreicht wird (Anlehnung an das „Emporsteigen“ in den Himmel), befindet sich eine Kapelle, die um 1400 durch gotische Fresken ausgestattet wurde. Über dem Altar befindet sich eine Kreuzigungsgruppe: Unter dem Kreuz Jesu stehen Maria und Johannes. Im Barock wurde die Apsis vergrößert und mit zwei gemalten Engeln ausgeschmückt.

Links der Altarnische sieht man den Erzengel Michael im Kampf mit dem Teufel, der hier wie ein Drache aussieht. Zum Schutz für die Menschen will er das Böse abwehren. An dieses Bild schließt sich die Darstellung des Erzengels als Seelenwäger an. Michael wiegt den Verstorbenen, um zu sehen, ob seine Sünden oder seine guten Taten mehr Gewicht haben.

Vier Teufel, die sich wie Kletten an die Seele heften, versuchen vergeblich, diesen Vorgang zu ihren Gunsten zu beeinflussen, weil sich bei der Schale mit den guten Werken Gott selbst mit der Kraft seiner Sakramente (dargestellt durch den Kelch) ins Gewicht legt. Das letzte Fresko ist etwa 100 Jahre jünger und zeigt nochmals den Gekreuzigten mit Maria und Johannes. Die Kreuze an der Wand (Apostelkreuze) erinnern, dass wir unseren Glauben in der Überlieferung der Jünger Jesu begründen.



Mit dem Toleranzpatent Josephs II. im Jahr 1781 war es den Protestanten in Österreich - nach der schweren Zeit des Geheimprotestantismus – erlaubt, bei einer Seelenzahl von 500 Gläubigen ein „Bethaus“ zu errichten. So wurde im Jahre 1787 in Fischertratten die Kirche und das Pastorats- und Schulhaus gebaut, mit großzügiger Unterstützung des evangelisch gesinnten Majoratsherren der Herrschaft Gmünd – Graf Hieronymus Maria Lodron.


Die Filialkirche der hl. Katharina ist ein kleiner spätgotischer Bau aus dem 15. Jh. Das einschiffige Langhaus ist flach gedeckt. Der Chor verfügt über ein Netzrippengewölbe aus der Zeit um 1463. An der Ostwand ist die Verkündigung an Maria zu sehen, an der Südwand die hl. Katharina vor Kaiser Maximilian. Die Nordwand ziert das Begräbnis der Heiligen.

In den Gewölbefeldern gibt es acht musizierende Engel. Der Hochaltar stammt aus der Zeit um 1700, das Mittelbild zeigt die Vermählung der hl. Katharina und stammt aus der Zeit um 1463, ist allerdings barock gerahmt. An den Seiten des Triumphbogens stehen zwei spätgotische Bischofsfiguren aus dem 16. Jh. Die Kanzel wurde 1720 geschaffen.



IHS

O Wandrer geh nicht so schnell vorbei
Da hier auch eine geweihte Kapelle sei.
Grüß den Heiland doch mit kurzem Wort,
Dann geh mit Gottes Segen weiter fort.


Dieses Gotteshaus wurde im Jahre 1932 im Auftrag von Frau Anna Klampferer, an der Stelle, wo einst ihr Elternhaus stand, errichtet.

Der damalige Eigentümer der Liegenschaft vlg. Egarter (Sonnblick), Herr Anton Pucher, hat dafür das kleine Areal unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Anna Klampferer (* 14.06.1878 † 21.09.1950) investierte ihr jahrelang mühsam erspartes Geld aus tiefster religiöser Überzeugung in den Bau dieser Kapelle. Ihre letztwillige Verfügung, wonach die Kapelle in das Eigentum der katholischen Kirche Malta übergehen sollte, wurde nie rechtskräftig.

Am 20. Jänner 1935 wurde die Kapelle feierlich eingeweiht. Im Herbst des Jahres 1941 trafen im Maltatal die ersten russischen Kriegsgefangenen ein. Sie wurden im Arbeitslager „Brandstatt“ und im Steinbruch-Koschach, der Material für den Bau der Reichsautobahn lieferte, zur Zwangsarbeit eingesetzt. 21 von ihnen sahen ihre Heimat nicht wieder. Sie verloren bei uns ihr Leben und fanden bei der „Kapelle-Brandstatt“ ihre letzte Ruhestätte.

Über dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte gibt es keine Aufzeichnungen und auch keine Zeitzeugen. Trotz intensiver Bemühungen ist es nicht gelungen die Namen, Sterbedaten und Todesursachen dieser bedauernswerten Menschen ausfindig zu machen. Alle Nachforschungen, denen man im In- und Ausland nachging, stießen auf eine Mauer des Schweigens!

 

Anfang der 50-er Jahre ließ die „Alliierte Kommission“ zu Ehren dieser Kriegsopfer einen Gedenkstein aufstellen. Unter dem roten Sowjetstern sind folgende Worte eingemeiselt:

„HIER RUHEN 21 SOLDATEN DER SOWJETARMEE DIE WÄHREND DER ZEIT DES VATERLÄNDISCHEN KRIEGES 1941-1945 VERSTORBEN SIND."

Mitte der 60-er erwarb Dr. Georg Zundel dieses Areal und 1967 ließ er die Kapelle auf seine Kosten vollständig restaurieren!
Ab 1978 wurden keine Gottesdienste mehr abgehalten, die Kapelle begann ein Schattendasein zu führen.
Zu Beginn der 90-er Jahre setzte der damalige Obmann des „Nationalpark Fördervereins“, Herr Vzbgm. Herbert Hofer, die ersten Schritte zu einer neuerlichen Instandsetzung der gesamten Anlage. Diese Realisierung scheiterte jedoch an den hohen Kosten.
Im Jahre 1997 bildete sich im Hinterland eine private Initiative, die von Herrn Gemeinderat Horst Mitterschaider ins Leben gerufen wurde. Mit großem Elan begann man mit der Renovierung der Kapelle und des Friedhofes.