1921 bis 1949


1921      Errichtung eines Kriegerdenkmales für die Gefallenen des Krieges. Im Sommer wird die Pferdepostlinie Spittal-Gmünd-Pflüglhof eröffnet.

1927      Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Dornbach.

Feuerwehr

1928      Gründung der Trachtenkapelle Malta. Gastwirt Karl Stützl jun. ist der erste Autobesitzer des Maltatales. Eröffnung der Kattowitzer Hütte im Sommer durch die Sektion Kattowitz.

Kattowitzer Hütte

1929      Das erste Verkehrsflugzeug überfliegt das Maltatal.

1931      Die Herrschaftsära Kronegg geht nach Jahrhunderten zu Ende. Die Besitzungen des Schlosses Kronegg sowie die angrenzenden Gründstücke (Kroneggfeld) werden an Filipp Truskaller, Kramerwirt in Malta, verkauft. Am 16. August wird die neu erbaute Osnabrückerhütte nach ihrer Zerstörung im Jahre 1929 wieder offiziell eröffnet.

Malta

1932      Die Herrschaft „Graf Lodron“ geht nach 300-jährigem Bestehen zu Ende.

1932      In der Nacht vom 6. zum 7. Jänner löst vermutlich ein leichtes Erdbeben eine geometrische Veränderung an einem unserer königlichen und stolzen „Dreitausender“ aus. Die Spitze des Ankogels stürzt in dieser Nacht in die Radeckalm des Anlauftales in Salzburg ab. Der Winter selbst ist schneearm aber kalt, sodass nach Meinungen von Experten auch der Frost an diesem Bergsturz mitbeteiligt gewesen sein dürfte.

Ankogel

1933      Deutschland verhängt eine Grenzübertrittsgebühr für Touristen, die nach Österreich reisen. Dies trifft Malta als Tourismusgemeinde schwer.

1934      Für die Kinder in Koschach und Brandstatt wird eine Winterklasse im Gasthaus Faller eingerichtet, um ihnen im Winter den langen Schulweg zu ersparen.

1935      Die Volksschulaußenklasse in Brandstatt wird zu einer ganzjährigen Volksschule.
Überflutungskatastrophe – die Malta tritt nach heftigen Niederschlägen aus dem Bachbett.
Hilfsaktionen von den Nachbargemeinden, dem Alpenverein und anderen Organisationen setzen ein.

1936      Auf Grund der Hochwasserschäden im Jahr 1935 wird mit Regulierungsarbeiten am Maltafluss begonnen. Dafür werden die Bauern zu Robotarbeiten in Form von Bruchsteinlieferungen herangezogen.

1937      Auf Grund der zu leistenden Kostenbeiträge für die Verbauungsarbeiten am Maltafluss verschärft sich die wirtschaftliche Situation der bereits verschuldeten Bauernschaft, Haus- und Grundbesitzer. Pfarrer Pingler schreibt in seiner Chronik: „Die Armut im Tale ist grenzenlos. Die Gesamtschulden der Bauernschaft werden auf ca. 800.000 Schilling geschätzt (das sind vergleichsweise 100 Millionen Schilling im Jahre 1980)

Die Kriegsjahre 1939 bis 1945 im Maltatal
Im Gemeindearchiv liegen nur mangelhafte Unterlagen auf. Nach dem Kriegsende wird einer Aufbewahrung oder Archivierung derartiger Unterlagen wenig Bedeutung beigemessen. Einiges lässt sich in der Gemeindechronik nachlesen…

1946      Im Herbst kehrt Oberlehrer Ferdinand Schmid aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Er darf seinen Dienst als Lehrer an der Volksschule Malta zunächst auf Grund des Verbotsgesetzes nicht aufnehmen. Ferdinand Schmid widmet sich jedoch sofort dem kulturellen Geschehen in der Gemeinde, übernimmt den Kirchenchor und ruft auch den ersten Gemischten Chor ins Leben.

1947      Oberlehrer Ferdinand Schmid bildet aus 12 Männern eine Sängerrunde – den späteren Männergesangsverein Malta.

1948      In der Holzindustrie macht sich ein Konjunkturaufschwung bemerkbar – für die Beseitigung der Kriegsschäden ist Holz als heimischer Rohstoff besonders gefragt. Mit 01. Dezember wird Ferdinand Schmid in den Schuldienst aufgenommen und zum Schulleiter der Volksschule Malta. Die Dorfgemeinschaft Malta wird gegründet. Sie besteht aus: Musikkapelle, Männergesangsverein, Theatergruppe, Sportgruppe und gemischtem Chor. Zum Obmann wird Ferdinand Schmid gewählt.

1949      Die Außenschule Brandstatt wird zu einem eigenen Schulsprengel erklärt und übersiedelt in die neuen fertig gestellten Schulräume.


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